Realisierungsempfehlung im interdisziplinären Wettbewerb zur zukunftsorientierten und künstlerischen Freianlagenplanung für den Campus der Hochschule Darmstadt. Gemeinsamer Entwurf mit Atelier Loidl Landschaftsarchitekten.
Material: Stahl, spritzverzinkt, pulverbeschichtet.
Bewegliche Sitzobjekte auf dem Campus der Hochschule Darmstadt ermöglichen das Lernen im Freien, schaffen Nähe zur Natur und fördern das Gemeinschaftsgefühl unter Studierenden und Lehrenden.
Die Sitzobjekte schaffen eine spielerische Ebene auf dem Campus, die eng mit der Landschaftsgestaltung verzahnt ist. Beide Elemente sind aufeinander abgestimmt, um einladende und individuelle Situationen zu schaffen, die durch die topografischen Gegebenheiten des Geländes verstärkt werden. Die Objekte sind beweglich, jedoch schwer genug, um nur von mindestens zwei Personen bewegt werden zu können. Die Mobilität der Objekte ermöglicht es, sie an unterschiedliche Bedürfnisse anzupassen, sei es durch das Finden von Schattenplätzen unter Bäumen, das Anordnen von Sitzkreisen für Gruppenarbeiten, Kinobestuhlung für Veranstaltungen oder konzentriertes Lernen inmitten der Natur.
Im Zentrum dieses Konzepts steht das Lernen und Leben im Freien, inmitten der anthropogenen Landschaft. Der diverse Baumbestand bildet im Kleinen eine Geschichte der Globalisierung ab, erzählt von Migration und dem menschlichen Einfluss auf die Ökosysteme. Diese Vernetzung und kulturelle Vielfalt spiegelt sich auch in der heterogenen Herkunft der Studierenden und Lehrenden am Campus der Hochschule Darmstadt. Die Kunst am Bau trägt dazu bei, einen lebendigen, offenen Lern- und Begegnungsraum zu gestalten. Formgebung und Farbschema Die Objekte sind als Sitzmöbel klar erkennbar. Sie brechen jedoch bewusst mit der konventionellen Sitzhöhe von Parkbänken und bieten dadurch unerwartete und ungewöhnliche Zugänge zur Vegetation des Campus. Die bestehenden Charakterbäume spielen eine bedeutende Rolle: Sie spenden Schatten und sind Inspirationsquelle für die Farbgestaltung der Sitzobjekte. Insgesamt 12 Farbtöne bilden das Farbspektrum, das sich durch das Bewegen der Objekte permanent neu zusammensetzt. Die Kombination aus klarer Formgebung und kontextspezifischer Färbung trägt zur Erkennbarkeit des Campus bei und bietet Identifikationspotential mit der Hochschule.






