Portrait einer Birke

3D-Handzeichnung aus Birkenholz-Kunststoff
400 x 150 x 240 cm
2018

Aus der Serie: Portrait einer Birke

Ein dreidimensionaler Birkenast schwebt im Innern eines Gewächshauses. Die Arbeit hinterfragt in kritischer und poetischer Weise die ambivalente Beziehung zwischen Ähnlichkeit, Verschiedenheit und Identität. Der Ast entspricht einer filigranen Nachahmung eines echten Birkenastes, dem kopierten Fragment einer Birke. Er besteht aus einem Birkenholz-Kunststoff Komposit, das dem ursprünglichen Material olfaktorisch, haptisch und optisch verblüffend nahe kommt. Die Arbeit wirft Fragen zu Identität und Originalität auf: Was ist echt? Was nehmen wir wahr? Warum nehmen wir etwas wahr? Der Ast konstruiert eine von seiner ursprünglichen Umgebung abgekoppelte Realität und entspricht als Manipulation, Korrektur oder Behauptung einer Reproduktion eines Baumes, der vielleicht nicht mehr existiert. Im Gegensatz zu dem natürlich hervorgebrachten Original unterliegt der dreidimensional gezeichnete Birkenast keinen jahreszeitlichen Veränderungen. Wenngleich von monumentaler Größe, ist dieser dennoch in einem Haus gefangen, abgetrennt von seinem Stamm, jedoch getragen, als sei dieser noch gegenwärtig.

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